Manfred Kolbe 
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Praktikanten
10.09.2012, 15:08 Uhr Übersicht | Drucken

Anne-Sophie Hanz, September 2012

Die meisten Schüler machen bei dem Wort „Politik“ große Augen. Fragt man sie worum es geht, bekommt man oft Klischeehafte Antworten wie „da macht man die Gesetze“. Fragt man sie, was man ihrer Meinung nach den ganzen Tag macht wenn man in der Politik arbeitet, so hört man Antworten wie „ die Politiker sitzen da herum und diskutieren über irgendwelche Probleme“. Von vielen wird die Politik als langweilig empfunden. In Folge dieser pauschalen Aussagen, und meinem Interesse an der Politik, habe ich mich entschieden, ein Praktikum im Bundestag zu machen, um diese Fragen genauer beantworten zu können, und um einen Blick hinter die Kulissen werfen zu können.


Foto
Anne-Sophie Hanz auf der Verbindungsbrücke zwischen Paul-Löbe-Haus und Marie-Elisabeth-Haus
Ende August begann mein ein und halb wöchiges Praktikum im Abgeordnetenbüro von Manfred Kolbe im Bundestag. Am ersten Tag sollte ich um 10 Uhr am Südeingang des Paul-Löbe-Hauses  erscheinen. Gespannt wartete ich auf dem Sofa im Foyer, bis der wissenschaftliche Mitarbeiter des Büros, Marian Wendt, mich abholte. Wir liefen zu einem Aufzug und fuhren in den 6. Stock. Er zeigte mir die Poststelle, wo ich zukünftig zwei Mal am Tag die Post holen sollte. Diese nahm ich auch alsbald mit. Nie hätte ich gedacht dass so viele Gesetzesentwürfe, Drucksachen, Einladungen, und Zeitschriften in einem kurzen Zeitraum anfallen können. Vor allem die Drucksachen und Gesetzesentwürfe haben mir gezeigt wie viel Arbeit und Zeit in jeder noch so kleinen Gesetzesreform steckt. In den Büroräumen angekommen überreichte Herr Wendt mir den Schlüssel für mein eigenes Büro.

Da fing die Arbeit an. Zu meinen Aufgaben gehörte unter anderem das beantworten von Bürgeranfragen, das Vorbereiten der Termine für die kommende Sitzungswoche, und das vorbereiten eines Fernsehauftritts von Manfred Kolbe. Hierbei habe ich viel gelernt, da manche Bürgeranfragen gründliche Recherche benötigten, und nicht immer leicht zu beantworten waren.

Gegen 12 ging es zur „Lampenladen“ im Paul-Löbe-Haus, wo wir zusammen mit einer anderen Kollegin zu Mittag aßen. Eine Sache die mich erstaunt hat war das gute Arbeitsklima dass im Generellen im Bundestag herrscht. Als außenstehender stellt man sich oft streitende Politiker vor,  doch in Wirklichkeit herrscht im Bundestag eine Arbeitsatmosphäre mit freundlicher Tendenz in der die Büros auch Parteiübergreifend gut mit einander interagieren und konstruktive Ergebnisse erarbeiten.
Um 17 Uhr war Feierabend.

In der darauffolgenden Woche waren die Highlights unter anderem eine Führung durch das Reichstaggebäude und eine Sitzung der Kommission Aufbau Ost. Die Führung empfand ich als äußerst interessant, da ich hier vieles  über den Vorgang einer Sitzungswoche und die Prozedur einer Bundestagssitzung gelernt habe.

In dem Treffen der Kommission Aufbau Ost wurden aktuelle politische Themen, die im Osten Deutschlands relevant waren, besprochen. Hier waren Mitarbeiter aus Abgeordnetenbüros von allen möglichen östlichen Bundesländern anwesend.

Im Rückblick auf meine kurze Zeit im Bundestag muss ich sagen, dass ich es keineswegs bereue mich hier für ein Praktikum beworben zu haben. Ich habe viele nützliche Dinge gelernt, und da es immer irgendetwas zu tun gab wurde mir auch nie Langweilig. Somit ist auch das letzte Klischee, dass ein Schüler über die Arbeit in der Politik haben kann wiederlegt: Langweilig ist sie nämlich keineswegs!




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