Manfred Kolbe 
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Torgau
29.08.2011, 12:00 Uhr Übersicht | Drucken

Jan Mücke im Gespräch zur B87n in Torgau.




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Podium v.l.n.r.: Klaus Paas, Jan Mücke, Manfred Kolbe und Thomas Stöber.
...Einen realen Eindruck der momentanen Situation erfuhren alle Teilnehmer dieses Tages während der Fahrt von Taucha nach Torgau. Je mehr man sich von Leipzig entfernte umso schlechter wurde der Straßenzustand der aktuellen B87 in Bezug auf die Verkehrsbelastung. Möglichkeiten zum Überholen war auf dieser Strecke kaum vorhanden und der Verkehr verlief beiderseits sehr zähflüssig.

In Torgau selbst wurde zuerst durch ein gemeinsames Mittagessen das Kennenlernen erleichtert. Dort vertreten waren unter anderem die Landräte der betreffenden Landkreise, die Oberbürgermeisterin der Stadt Torgau, Frau Andrea Staude, sowie den Vertretern der IHK und den Vertreter der heimischen Wirtschaft und Unternehmen. Schon bei diesem Essen wurde eine hitzige Debatte durch den IHK-Präsident der Region Leipzig, Wolfgang Topf, eingeleitet die sich bei der anschließenden Diskussion im Haus der Presse fortsetzte.

Die Region fordert geschlossen die schnelle und gemeinsame Umsetzung der vierspurigen B87n laut dem aktuellen Bundesverkehrswegeplan von 2003. Den nur der rasche Ausbau der Infrastruktur wäre für die Region noch eine entscheidende Unterstützung im Sinne des allgemeinen demographischen Rückganges. Dabei sind nicht nur die ansässige Bürger und Bürgerinnen, sondern auch die dortigen Unternehmen gemeint, die vor der Situation stehen entweder weiter hier zu bleiben oder diese schöne ländliche Gegend zu verlassen.
Der Parlamentarische Staatssekretär Jan Mücke stütze seine folgenden Aussagen auf die aktuellen Kosten-Nutzen-Analysen, die nur einen Ausbau von drei Spuren vorsehen würden. Dabei wurden Messzahlen über die Anzahl der Fahrzeuge auf der Straße mit den jetzigen vorhandenen Verkehrsmöglichkeiten verglichen.  Außerdem müsste sich der Bund vor der restlichen Bevölkerung und dem Bundesrechnungshofes verantworten, er dürfte sich dabei nicht nur auf die Forderungen von regional begrenzten Wünschen leiten lassen sondern das Wohl der Allgemeinheit im Auge behalten. In Zeiten knapper Finanzkassen würden zur Zeit auch lang geplante Projekte erneut auf ihre aktuelle Notwendigkeit überprüft. Er verwies hierbei jedoch auf das positive Engagement der Bürger, der beteiligten Landkreise und den Bundesländern die sich jahrelang für dieses Projekt arrangiert haben. Ein möglicher Ausbau der B87n würde jedoch mindestens 360 Millionen Euro kosten, sodass das Gesamtprojekt nicht weiter primär vom Bundesministerium für Verkehr unterstützt wird.  Jedoch sollten bereits angefangene Bauprojekte natürlich so schnell wie möglich beendet werden. Erst danach könnten eventuelle ortsgebundene Verbesserungen stattfinden. Dabei wäre der vierspurige Ausbau von Leipzig nach Eilenburg geradeso wirtschaftlich vertretbar. Eine mögliche Ortsumfahrt in Torgau und die ebenfalls bei Wellaune wären durchaus möglich. Die Bauplanung dazu würde jedoch ebenfalls noch zwischen zwei und fünf Jahren, je nach Rechtslagen und –fristen, liegen.  Der Parlamentarische Staatssekretär betonte ausdrücklich dass die nunmehr geplante dreispurige Variante besser sein, als eine Nichteinplanung des kompletten Projektes, das in einem derzeit neu bearbeiteten Bundesverkehrswegeplanes keine Priorität mehr haben würde....




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